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Open Source

Open Source: Quellcode ist öffentlich, nutzbar und veränderbar. Was das bedeutet, welche Lizenzen es gibt und warum es für Self-Hosting relevant ist.

15. Jänner 2025

Was bedeutet Open Source?

Open Source (englisch für “offener Quellcode”) bezeichnet Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist. Jeder kann den Code einsehen, kopieren, verändern und in eigenen Projekten einsetzen — sofern die jeweilige Lizenz das erlaubt.

Das Gegenteil ist proprietäre Software (auch “Closed Source”), bei der der Quellcode geheim gehalten wird — wie etwa Microsoft Windows oder Adobe Photoshop.

Was sind die Vorteile von Open Source?

Transparenz

Da der Code öffentlich ist, kann jeder prüfen, was die Software tatsächlich macht. Sicherheitslücken werden schneller gefunden und behoben als bei Closed-Source-Software.

Kostenlos (meistens)

Die meisten Open-Source-Programme sind kostenlos nutzbar. Ausnahmen gibt es bei kommerziellen Lizenzen oder Enterprise-Varianten.

Unabhängigkeit

Du bist nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden. Wenn ein Unternehmen ein Produkt einstellt oder den Preis erhöht, kann die Community die Software weiterentwickeln (sogenannter “Fork”).

Community

Riesige Entwickler-Communities arbeiten gemeinsam an Verbesserungen — oft mit mehr Manpower als kleine proprietäre Teams.

Bekannte Open-Source-Projekte

ProjektKategorieBeschreibung
LinuxBetriebssystemBasis für Android, Server, Homelab
FirefoxBrowserDatenschutzfreundliche Alternative
VLCMediaplayerSpielt fast alles ab
LibreOfficeOffice-SuiteAlternative zu Microsoft Office
Home AssistantSmart HomeSelbst gehostete Heimautomatisierung
NextcloudCloud-SpeicherEigenes Dropbox/Google Drive
DockerContainerBasis für Self-Hosting
CoolifyDeploymentSelf-Hosted-Alternative zu Heroku/Netlify
BitwardenPasswort-ManagerOpen-Source, selbst hostbar
JellyfinMedienserverAlternative zu Plex

Open-Source-Lizenzen — was ist erlaubt?

Nicht alle Open-Source-Lizenzen erlauben dasselbe. Die wichtigsten:

  • MIT-Lizenz — sehr permissiv: Code darf verwendet, verändert und sogar in proprietäre Produkte eingebaut werden. Nur Namensnennung nötig.
  • GNU GPL (General Public License) — Änderungen müssen ebenfalls Open Source bleiben (“Copyleft”)
  • Apache 2.0 — ähnlich wie MIT, aber mit explizitem Patentschutz
  • Creative Commons — häufig für Inhalte (Texte, Bilder) statt Code

Open Source und Self-Hosting

Open Source ist die Grundlage des Self-Hosting — also des eigenständigen Betreibens von Diensten auf eigener Hardware oder einem eigenen Server.

Wer beispielsweise Nextcloud (Cloud-Speicher), Jellyfin (Medienserver) oder Home Assistant (Smart Home) selbst hostet, nutzt Open-Source-Software um sich von kommerziellen Cloud-Anbietern unabhängig zu machen. Das spart Kosten, schützt die Privatsphäre und gibt volle Kontrolle über die eigenen Daten.

Open Source ≠ kostenlos — der Unterschied

“Open Source” und “kostenlos” werden oft verwechselt:

  • Open Source bezieht sich auf die Zugänglichkeit des Quellcodes
  • Freeware bedeutet kostenloses Produkt, aber nicht zwingend offener Code
  • Es gibt kostenpflichtige Open-Source-Software (z.B. Red Hat Enterprise Linux)
  • Und kostenlose Closed-Source-Software (z.B. Slack Free Tier)

In der Praxis sind die meisten Open-Source-Programme jedoch kostenlos nutzbar.

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