Was sind IPv4 und IPv6?
Jedes Gerät im Internet braucht eine eindeutige Adresse — eine IP-Adresse (Internet Protocol). IPv4 ist das ursprüngliche Format, das seit den 1980er Jahren verwendet wird. IPv6 ist der Nachfolger der durch die schiere Menge an Geräten nötig wurde: IPv4 ist schlicht zu knapp geworden.
IPv4 vs. IPv6 im Vergleich
Private IPv4-Adressen im Heimnetz
Dein Router übersetzt mit NAT (Network Address Translation) die eine öffentliche IP deines Internetanschlusses auf viele private Adressen im Heimnetz. Die privaten Adressbereiche sind reserviert:
- 192.168.0.0/16 — der häufigste Heimnetz-Bereich (FritzBox: 192.168.178.x)
- 10.0.0.0/8 — großer privater Bereich, oft in Firmennetzwerken
- 172.16.0.0/12 — mittlerer privater Bereich, Docker nutzt ihn intern
Hinweis
IPv6 — warum ist das relevant für dich?
Mit IPv6 bekommt theoretisch jedes Gerät in deinem Heimnetz eine eigene öffentliche IP-Adresse — kein NAT mehr nötig. Das vereinfacht:
- Homelab-Dienste direkt erreichbar ohne Port-Forwarding
- Ende-zu-Ende-Konnektivität ohne Adressübersetzung
- Dual-Stack — die meisten modernen Anschlüsse haben IPv4 und IPv6 gleichzeitig
Tipp
Subnetzmasken und CIDR
Die Schreibweise 192.168.1.0/24 bedeutet: 24 Bits sind das Netzwerk, 8 Bits sind für Geräte. /24 erlaubt 254 Geräte im Netz.